Konzept sieht sofortige Hilfe vor PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Zevener-Zeitung Lutz Hilken   

Grundschule Selsingen will soziale Arbeit mit Flüchtlingskindern und Familien professionell gestalten

 

„Wir sehen es ganzheitlich, wir müssen als Dreiergespann funktionieren“, erläuterte Sozialarbeiter Julian Tewes am Donnerstag den Mitgliedern des Schulausschusses. Damit meinte er den Austausch zwischen den drei Schulsozialarbeitern an den Bildungsstätten in der Samtgemeinde.

„Unser Anspruch ist es, besser zu werden“, sich den Bedürfnissen von Klienten, Eltern und Kindern anzupassen, schilderte Julian Tewes. Gerade in Bezug auf Kinder mit Migrationshintergrund wollen die Sozialarbeiter sehr schnell und aktiv auf die Kinder und Eltern zugehen und Hilfe anbieten. Das soll dazu beitragen, Hemmschwellen zu senken und schnell am normalen Schulalltag teilnehmen zu können, Freude am Besuch der Schule zu entwickeln, sich sicher zu fühlen und neue Freunde zu finden.

Ein Konzept der Grundschule Selsingen über die soziale Arbeit mit Flüchtlingskindern und deren Familien sieht unter anderem vor, den Flüchtlingskindern sofort bei ihrer Einschulung eine entsprechende Ausstattung zur Verfügung zu stellen, damit sie direkt am Unterricht teilnehmen können. Der Satz des Sozialamtes für die Grundausstattung sei mit 70 Euro nicht ausreichend, findet Julian Tewes, zumal in einen Schulranzen auch Inhalt gehöre.

„Sobald das Kind da ist, muss es Teilhabe erfahren – sofort“, lautet das Credo. Neben der Bereitstellung von Schulbedarf, unter anderem finanziert aus Erlösen von 1400 Euro im Wettbewerb „Fair bringt mehr“, sollen Flüchtlingskinder in soziale Kompetenztrainings aufgenommen werden. Zugleich möchten die Schulsozialarbeiter mit ihrem Wissen die Lehrer unterstützen und akute Hilfe in Krisensituationen leisten. „Wir brauche einen Pool an Fachkenntnis und Handlungsstrategien“, verdeutlichte Sozialpädagogin Tanja Netzel.

Beratungsangebote, aber auch informelle Treffen – nicht nur für Kinder und Familien mit Flüchtlingshintergrund – zum Beispiel in Form von Bastelnachmittagen oder Familien-Cafés, sollen den Austausch fördern, ergänzte Julian Tewes. Der Wunsch sei, dass sich die Familien kennenlernen, auch privat treffen und das Ganze in den privaten Alltag übertragen. So führe Prävention letztlich zu Integration und einem Beitrag zum guten Zusammenleben in der Samtgemeinde.

 

 

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