Aktuelles
Urkunde für Selsinger Grundschüler PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Zevener-Zeitung: Algermissen   
Dienstag, 25. April 2017 um 06:37

Plattdeutscher Lesewettbewerb – Kinder tragen Lektüre in norddeutscher Mundart vor

 

„Nix för olle Bangbüxen“ – im Gegenteil: Mut haben am Donnerstag elf Dritt- und Viertklässler der Selsinger  Grundschule bewiesen. Beim plattdeutschen Lesewettbewerb lieferten sie den Beweis, dass die norddeutsche Mundart lebendig ist – zumindest auf dem platten Land. Unter der Federführung von Henrike Stindt, Leiterin der Plattdeutsch AG, sowie Helmut Winkelmann, Konrektor und eine Art Plattdeutsch-Beauftragter der Grundschule, stellten sich die Schüler der Aufgabe, vor Mitschülern, Freunden, Eltern und Großeltern eine plattdeutsche Geschichte vorzulesen.

Beim Schulentscheid ging es nicht nur darum, in Sachen Lesetechnik, Betonung und Aussprache plattdeutscher Begriffe zu glänzen. Gleichzeitig winkte den drei Erstplatzierten beider Jahrgänge die Qualifikation für den Dezernatsentscheid des Altkreises Bremervörde, der am 5. Mai in Selsingen ausgetragen wird. „Heute seid Ihr alle Sieger“, lobten Stindt und Winkelmann im Anschluss an die Lese-Auftritte. Es falle ihnen schwer, die Gewinner zu küren, angesichts des ausgeglichenen Niveaus. Am Ende war es tatsächlich nur bei den dritten Klassen leicht, da aufgrund einer Klassenfahrt nur zwei Schüler teilnahmen. So schafften es Sieger Lasse Viebrock und Zweitplatzierter Jonah Paasch quasi automatisch zum Dezernatsentscheid.

Bei den Viertklässlern starteten neun Schülerinnen. Am Ende wurde Carlotta Wendelken zur Schulsiegerin gekürt vor Beeke Wohlers und Finja Brandt. Auch dieses Trio darf im Mai erneut in Selsingen „op Platt“ lesen.

 

 

 

Die stolzen Lehrer Helmut Winkelmann und Henrike Stindt mit den Schülern, die am plattdeutschen Lesewettbewerb der Grundschule in Selsingen teilgenommen haben.

 

 

 
Grundschulen widmen sich schwierigen Themen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Zevener-Zeitung: Schmidt   
Dienstag, 25. April 2017 um 06:13

„Wir müssen reden...“: Projekt mit der Gedenkstätte Lager Sandbostel zu den Bereichen Krieg, Frieden, Heimat und Flucht

 

SELSINGEN/SANDBOSTEL. Krieg, Frieden, Heimat, Flucht – große Themen. Sind sie für Grundschüler geeignet? Mit einem eindeutigen Ja beantworten die Initiatoren des Projekts „Wir müssen reden...“ diese Frage. In Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Lager Sandbostel erörtern die Grundschulen Selsingen, Karlshöfen, Kuhstedt und Brillit, was Dritt- und Viertklässler zu den besagten Themen zu sagen haben. „Nachdem wir 2015 erstmals ein Projekt mit vier 4. Klassen zum Thema ,Krieg und Frieden‘ an der Grundschule Selsingen durchgeführt haben, findet dieses Projekt in diesem Jahr gleich an vier Grundschulen in der Umgebung der Gedenkstätte statt“, erklärt Michael Freitag-Parey, Friedenspädagoge des Kirchenkreises Bremervörde-Zeven in der Gedenkstätte Lager Sandbostel. Inhaltlich wurde die Fragestellung um Heimat und Flucht erweitert. So können die Schulen darauf reagieren, dass in ihrer Mitte Geflüchtete oder Migranten leben und lernen. Zu den Themen hat der „Arbeitskreis Grundschule“ mehrere Unterrichtseinheiten erarbeitet.

Die Ergebnisse wollen die Schüler ab 8. Mai, dem 72. Jahrestags der Befreiung vom Nationalsozialismus, um 15.30 Uhr im Selsinger Rathaus präsentieren. Die Ausstellung ist in Selsingen eine Woche lang zu sehen, bevor sie ab dem 15. Mai um 15.30 Uhr für eine Woche im Gnarrenburger Rathaus präsentiert wird. Die Projektpartner sind sich einig, dass eine kindgerechte Aufbereitung schwieriger Themen in Grundschulen überaus wichtig sei. Der Karlshöfener Schulleiter Volker Kullik zog die Analogie zum Sexualunterricht, der manchmal hinterfragt werde, wenn er bereits im Grundschulalter angeboten werde: „Wenn wir es nicht machen, macht es die Straße. Und das können wir nicht wollen.“ Überdies ließen sich Themen wie Mobbing und Ausgrenzung mit dem Projekt verbinden. Angela Kerst von der Selsinger Grundschule und Jutta Müller (Brillit) haben eine große Offenheit bei ihren Schülern beobachtet, sich diesen Themen zu stellen. Auch Eltern seien dankbar, wenn Schule auf schwierige Themen Antworten finde. Dass allmählich auch Forschung, Wissenschaft und Pädagogik reagieren und Unterrichtsmaterialien erarbeiten, finden Kullik und Freitag-Parey erfreulich.

Anlässlich des Projekts wurde 2015 in Kooperation mit der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten in der Gedenkstätte Lager Sandbostel eine Fortbildung für Lehrer zu „Kinderliteratur über den Nationalsozialismus“ angeboten, erinnert Michael Freitag-Parey. Ein Ergebnis der Fortbildung war die Gründung eines in der Gedenkstätte Lager Sandbostel angesiedelten und vom Friedenspädagogen betreuten Arbeitskreises.

Mit dabei sind Silke Peters und Jutta Müller von der Grundschule in Brillit, Angela Kerst, Nancy Bohling und Helmut Winkelmann von der Grundschule Selsingen, Leoni Engelmartin von der Grundschule Kuhstedt und Volker Kullik vom Pendant in Karlshöfen. Der Arbeitskreis verfolge das Ziel, das Thema Nationalsozialismus in den Unterricht der 4. Klasse altersgerecht, sensibel und mit unterschiedlichen methodischen Zugängen einzubinden, betont Freitag-Parey. Die Schulen nähern sich dem aktuellen Projekt auf unterschiedliche Weise. In Selsingen geht es ums Motto „Heimat – den größten Schatz kann man sowieso nicht tragen“. In Karlshöfen steht das Buch „Elses Geschichte – ein Mädchen überlebt Auschwitz“ im Fokus. In Brillit erörtern Schüler das Buch „Bestimmt wird alles gut – die Geschichte einer Flucht“. Und die Kuhstedter behandeln das Thema „Krieg, wer bist du? Wer hat Dich vertrieben, Frieden?“

 

Volker Kullik (von links), Angela Kerst, Michael Freitag-Parey und Jutta Müller bei der Projektpräsentation. Im Vordergrund stehen Arbeiten von Schülern, die das Thema Heimat visualisiert haben.

 

 
Sensibles Stück für Kinder PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Zevener Zeitung: Lutz Hilken   
Dienstag, 28. März 2017 um 06:29

Holzwurm-Theater thematisiert Missbrauch vor Viertklässlern der Grundschule Selsingen

 

Grenzen setzen, den eigenen Gefühlen vertrauen, schlimme Geheimnisse nicht für sich behalten: Das sind Kernpunkte eines Theaterstücks über Missbrauch: „Sascha – Bis hierhin und nicht weiter“. Viertklässler der Grundschule Selsingen bekamen es am Mittwoch als Teil einer erstmals stattfindenden Präventionswoche zu sehen.

 

Das Holzwurm-Theater aus Winsen war zu Gast in der Aula, um das von Jens Heidtmann und Petra Erlemann geschriebene Stück zu präsentieren. Sexueller Missbrauch, ein sensibles Thema, das Puppenspieler Jens Heidtmann den Kindern behutsam näherbrachte.

„Ich erzähle euch heute Saschas Geschichte“, dessen größtes Hobby Judo ist. Das teilt er mit seiner Schulkameradin Margitta. Beide kennen sich schon lange und vertrauen einander. Als Saschas Vater seinen Sohn nicht mehr zum Judo-Training fahren kann, übernimmt dies Saschas Onkel Klaus. Der nimmt ihn nach dem Sport auch mit zu sich nach Hause, spendiert ihm leckeres Essen, gibt den Kumpel, der Geheimnisse nicht verrät.

Aus harmlosen Anfängen – Sascha darf beim Onkel im Bad duschen – erwächst eine unangenehme Entwicklung – irgendwann steht der Onkel selbst nackt mit in der Dusche und will den Jungen einseifen. Das möchte Sascha nicht, macht dies deutlich. Doch der Onkel wehrt ab: „Stell dich nicht so an, ist doch nichts dabei.“ Sascha ist verwirrt, findet das ekelig. Ob er damit Recht hat? „Jaaa“, antworten die Zuschauer aus den 4. Klassen.

 

Junge fühlt sich bedrängt

 

Sie verfolgen auch, wie es der Lehrerin im Stück auffällt, dass mit Sascha etwas nicht stimmt: „Sag mal, was ist in letzter Zeit mit dir los? Du warst ein guter Schüler und hast gut mitgemacht.“ Jetzt aber schaue der Junge häufig aus dem Fenster, sei mit seinen Gedanken ganz woanders. „Ist das viele Judo-Training zu viel?“, fragt sie. Sascha bekennt, sein Onkel Klaus fahre ihn immer zum Training. Aber er würde viel lieber mit dem Vater fahren.

Warum? Der Onkel fahre bei Rot über die Ampel und lache auch noch darüber, weicht Sascha aus. Auch an anderer Stelle erzählt Sascha, er wolle nicht mehr mit seinem Onkel zum Judo fahren. Doch nachdem die Erwachsenen diesen Hilferuf anfangs nicht verstehen und am Ende Saschas Freundin Margitta hellhörig wird, ihrer Mutter von Saschas Verhalten erzählt, ruft diese den Vater an.

Der spricht mit Sascha und fragt, ob mit Onkel Klaus etwas nicht stimmt. „Es gibt schöne Geheimnisse wie Schmetterlinge im Bauch. Es gibt aber auch schlechte Geheimnisse, die fühlen sich an wie Steine im Magen. Der Unterschied: Die schlimmen Geheimnisse darf man weitererzählen, das ist kein Petzen“, verdeutlicht der Vater. So offenbart sich der Junge. „Endlich ist es raus.“ Ihm fällt ein Stein vom Herzen und Onkel Klaus darf den Jungen nicht mehr zum Judo fahren.

„Wir wollen den Kindern keine Angst machen“, sagt Autorin Petra Erlemann. Vielmehr gehe es darum zu verdeutlich, sich wehren zu dürfen, wenn eigene Grenzen überschritten werden und Hilfe bei vertrauten Menschen zu suchen, auch mehrfach, falls es anfangs nicht klappt.

 

 

„Bis hierhin und nicht weiter...“: Sascha (rechts) und Freundin Margitta beim Judo. Puppenspieler Jens Heidtmann zeigt ein eindringliches Stück über den Missbrauch von Kindern, in dem der „Lieblingsonkel“ (links im Hintergrund) eine prägende und sehr unangenehme Rolle spielt.

 

 


Präventionswoche

 

Dienstag  

Den Auftakt der Präventionswoche bildete am Dienstag ein Elternabend mit dem Holzwurm-Theater, der Polizei, dem Vereins „Wildwasser“ sowie den Sozialarbeitern.

 

Mittwoch         

Gestern sahen Viertklässler das Theaterstück über Missbrauch inklusive einer Gesprächsrunde mit den Autoren.

 

Donnerstag

 

Heute sehen die Selsinger Viertklässler das Theaterstück „Netzdschungel“ bei der Polizei in Bremervörde. Hier geht es um Gefahren im Internet.

 

Freitag  

Morgen kommt die Polizei in die Schule, um den „Umgang mit dem Internet“ nachzubereiten.

 

 

 
Ehemalige 4c reist zur Verleihung der Filmklappe#9 in Aurich PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Claas Dornhöfer   
Dienstag, 14. Februar 2017 um 07:38

Nachdem die ehemalige 4c der Grundschule Selsingen mit ihrem Trickfilm „Reise nach Rio“ neben dem Kreativpreis des Leichtathletikverbandes auch die regionale Filmklappe Elbe-Weser gewonnen hatte, war ihr Beitrag nominiert für die Landesfilmklappe #9 in Aurich, die letzte Woche verliehen wurde. Sieben Schüler und Schülerinnen machten sich mit ihrem ehemaligen Klassenlehrer Herrn Dornhöfer auf den Weg dorthin. Sie durften einen Workshop bei einem professionellen Sound-Designer besuchen, der mit den Schülern eine Szene mit Scrat aus „Ice Age“ neu vertonte. Nach einem großen Büfett zum Abendessen fand die große Gala zur Preisverleihung statt, stimmungsvoll moderiert von Marcel Mann. Leider kehrte die Klasse zwar ohne Preis zur Übernachtung in die Jugendherberge zurück, reiste am nächsten Morgen dennoch voller toller Erfahrungen nach Hause.

 

 

Sieben Schüler der ehemaligen Klasse 4c der Grundschule Selsingen waren in Aurich beim Kurzfilmwettbewerb vertreten.

 

 
Obstbäume für Grundschüler PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Zevener Zeitung: Lutz Hilken   
Dienstag, 29. November 2016 um 09:50

Ein Exemplar für jedes Kind – Gutscheine der Gemeinden gestern in Selsingen und Rhade eingelöst 

Das hat Tradition: Die acht Gemeinden in der Samtgemeinde Selsingen schenken jedem Kind zur Einschulung einen Gutschein über einen Obstbaum. Diese sind gestern an den Grundschulen in Selsingen und Rhade eingelöst worden. 

Kinder, Eltern, Großeltern und Lehrer scharten sich am Freitag bei frostigen Temperaturen um Hinrich Postels vom Gärtnerhof Badenstedt. Der Experte hatte einen Zwetschgenbaum dabei, der auf der Wiese hinter der Selsinger Schule gepflanzt werden sollte. Bei der Gelegenheit erklärte er, was es beim Pflanzen und Beschneiden zu beachten gilt. Kinder halfen, den Baum in die Erde zu setzen. Und sie sangen unter der Leitung von Claas Dornhöfer mit „Spannenlanger Hansel“ und „In meinem kleinen Apfel“ passende Lieder.

Konrektor Helmut Winkelmann hieß alle Gäste zur Obstbaumübergabe willkommen und zog einen Vergleich zwischen Früchten und Menschen. Sehe ein Apfel von außen herrlich und zum Anbeißen aus, von innen aber braun und schlecht, dann vergehe der Appetit und werde der Apfel nicht gegessen. 

Außen nicht perfekt

Besser sei es umgekehrt, wenn die äußere Schale zwar nicht perfekt aussehe, aber dafür das Innere stimme. Das gelte auch für Kinder und Erwachsene: Wer ständig sage, der andere sei sein bester Freund, ihn zugleich aber schlecht behandelt, „dem glaube ich irgendwann nicht mehr“, sagte Winkelmann.

Er nahm auch Bezug auf die Adventszeit. Hier werde gerne und viel dekoriert. Von außen sehe es gut aus, aber es dürfe nicht dabei bleiben. Nur hohle Fassade sei es, wenn intern Streit und Missgunst herrschten. „Lieber etwas Dekoration weglassen und jemanden besuchen“, also Zeit schenken, riet der Redner. Auch eine Schule könne die schönsten Konzepte nach außen tragen, müsse sie aber auch von innen mit Leben füllen. Dann schmecke der besagte Apfel. „Das merken Sie hoffentlich an den Kindern“, sagte Helmut Winkelmann. „Lasst uns ruhig ehrlich sein –kleine braune Stellen schaden außen gar nichts, wenn es innen gut ist“, bilanzierte er und dankte den Kommunen für die Obstbäume.

 

  

Experte Hinrich Postels (Mitte) erläuterte vor Selsinger Grundschülern, Eltern und Lehrern, wie ein Obstbaum beschnitten werden sollte und was es beim Pflanzen zu beachten gilt. Der von ihm bearbeitete Zwetschgenbaum findet seinen Platz im Grünen hinter dem Schulgebäude.

 

 

 

 

 
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