Stern für „Sportfreundliche Schule“ Drucken
Geschrieben von: Zevener-Zeitung: Lutz Hilken   
Dienstag, 20. Juni 2017 um 06:17

Freude in Selsingen: Niedersächsische Landesschulbehörde zertifiziert Grundschule zum dritten Mal in Folge

 

Das freut Schüler, Lehrer und Eltern gleichermaßen: Niedersachsens Landesschulbehörde hat die Grundschule Selsingen jetzt zum dritten Mal als „Sportfreundliche Schule“ zertifiziert. Dafür gab es den dritten Stern auf einem Schild, das die Behörde am Dienstag übergab – passenderweise beim Sportfest.

Mehr als 300 Schüler in Bewegung, begleitet von Lehrkräften und rund 40 helfenden Eltern an den Stationen: Jede Menge Leben herrscht an diesem Dienstagvormittag auf dem Frei- und Sportgelände der Grundschule.

Ob Weitsprung, Seilspringen, Sprint oder Weitwurf fürs Sportabzeichen oder einfach nur Spaßstationen mit Kartoffel- oder Skigruppenlauf, Zielwerfen oder Rollerparcours, Zielschießen auf dem DFB-Fußballfeld oder Slalomparcours mit der „Riesentomate“ – den Mädchen und Jungen ist die Freude anzusehen, mit der sie bei der Sache sind.

Spaß steht im Vordergrund

Nicht so sehr die Leistung, sondern vielmehr die Freude an Sport und Spiel stehen im Vordergrund, für die Jüngsten in den Klassengemeinschaften, für die Dritt- und Viertklässler in Kleingruppen.

„Zwanglos und entspannt“, beschreibt Sport-Fachkonferenzleiter Stefan Bonkowski die Atmosphäre treffend. Und obwohl der Leistungsdruck an diesem Tag nicht gegeben ist, „entwickeln die Kinder trotzdem Ehrgeiz“, stellt der Pädagoge erfreut fest. Als die Stationen absolviert sind, kommen Kinder, Lehrer und Eltern zusammen, denn ein besonderer Gast ist eingetroffen: Detlef Zeidler- Bretschneider, Beauftragter für den Schulsport bei der Landesschulbehörde, ist extra angereist, um die Selsinger Bildungsstätte mit dem Zertifikat „Sportfreundliche Schule“ auszuzeichnen.

Der bedankt sich bei allen Lehrern, die den Sportbereich besonders fördern und prägen, bei der Schulleitung und bei allen Unterstützern. Als er zwei Viertklässler fragt, was sie nach dem Schulwechsel aus dem Sportbereich vermissen werden, war die Antwort eindeutig: „Die netten Lehrer.“ Detlef Zeidler-Bretschneider lobt das „tolle Gelände“ der Grundschule und betont, dass sie nun den „dritten Stern“ bekommt, angelehnt an die inzwischen vier Sterne für gewonnene Weltmeisterschaften auf dem Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

Die Grundschule Selsingen zählt übrigens zu einer der ersten Bildungsstätten, die das Zertifikat zum dritten Mal erhält. Darüber hinaus gibt es in diesem Zusammenhang als kleine Anerkennung 100 Euro für die Schule. Mit einem Staffellauf aller Schüler endet das Sportfest.

 

 

Die Landesschulbehörde zeichnete die Grundschule Selsingen zum dritten Mal mit dem Zertifikat „Sportfreundliche Schule“ aus. Dafür gab’s ein Schild, auf dem nunmehr drei Sterne zu finden sind. Der Beauftragte für den Schulsport, Detlef Zeidler-Bretschneider (Mitte) übergab es an den Sport-Fachkonferenzleiter Stefan Bonkowski (2. von links), flankiert vom kommissarischen Leiter Helmut Winkelmann und vor den Augen der Schüler.

 

 

 

Das Sportfest der Grundschule endete mit einem Staffellauf, bei dem die Jungen und Mädchen alles aus sich herausholten.

 

 

 


 

 

3 Fragen an . . .

 

Detlef Zeidler-Bretschneider,

Beauftragter für den Schulsport

 

Welche Kriterien gilt es zu erfüllen, um „Sportfreundliche Schule“ zu werden?

Es ist ein ganzer Katalog an Bedingungen, der erfüllt werden muss. Das fängt beim Schulprogramm an, das darauf ausgelegt werden und ein deutliches Profil haben muss, führt über die Zusammenarbeit mit Vereinen wie dem MTSV Selsingen. Es gibt sportliche Arbeitsgemeinschaften, ein gutes Angebot mit Pausenhof und Turnhallengelände. Auch Schwimmunterricht muss gegeben sein. Das zweite Profil ist die Ernährung. Hier gibt es verschiedene Angebote wie einmal monatlich den Ernährungstag. Das Thema wird auch im Sachunterricht abgearbeitet. Ganz wichtig sind die außerschulischen Aktionen mit Läufen in Hamburg oder der Umgebung, mit Sportfesten, der Teilnahme an Sportabzeichenwettbewerben. Die Ausleihe an Pausenhof-Spielgeräten oder Initiativen wie ein Leichtathletik-Wettbewerb, der von der Schule mitorganisiert wird, sind weitere Punkte.

 

Jetzt bekommt die Grundschule Selsingen die dritte Zertifizierung zur „Sportfreundlichen Schule“. Müssen dafür zusätzliche Kriterien erfüllt sein?

Der eigentliche Antrag ist vom Prinzip her derselbe. Wir versuchen, die Entwicklung der Schule mit zu sehen. Was hat die Schule davon, dass sie sich zur „sportfreundlichen Schule“ erklärt hat? Welche Außenwirkung ist entstanden, wie kommt es bei den Lehrern oder in der Gemeinde an? Man muss jetzt nicht noch mehr machen, denn die Schule leistet ja schon viel. Aber sie muss sich weiterentwickeln. Im Sportbereich bleibt man nie stehen.  

 

Wo steht die Grundschule Selsingen als „Sportfreundliche Schule“ in Niedersachsen, wie viele gibt es?

Für Niedersachsen kann ich es nicht sagen, aber für die Regionalabteilung Lüneburg. Von rund 600 Schulen gibt es hier rund 70 bis 80 aus allen Stufen, die „sportfreundliche Schule“ sind. Das ist also etwas Besonderes. Ich kann es nur befürworten, den Sportbereich hervorzuheben. Die Kinder machen es gerne, bewegen sich mit einer Fröhlichkeit, die man sonst manchmal nicht so findet. Nicht die einzelne Leistung wird in den Vordergrund gestellt, sondern dass man zusammen Sport treibt.